Mittwoch, 22. April 2009

Allgemein: Das Heute Journal berichtet über Gewaltspiele

Eigentlich ist das Thema durch, aber dennoch sollten die Diskussionen um die so genannten Killerspiele nicht außer Acht gelassen werden. Am gestrigen Abend berichtete das ZDF Heute Journal über die viel kritisierten Gewalt-Spiele. Schon nach dem einführenden Satz von Steffen Seibert "Wenn man kein in Nächte langen Computerspielschlachten gestählter Jugendlicher ist, dann sind viele dieser Szenen schwer zu ertragen", wurde klar, dass der Bericht nichts mehr mit Sachlichkeit zu tun hat.

Zu Beginn wurde erst der kürzlich erschienene Zombie-Shooter Resident Evil 5 gezeigt. Dessen Tötungsszenen wurden unter anderem als "Saddismus pur" bezeichnet. Laut ZDF sollen in Call of Duty 4: Modern Warfare virtuell die Schießfertigkeiten trainiert werden, während sadistische Rahmenhandlungen sowie Massenerschießungen den Spielspaß anheizen sollen.

Dazu äußerte sich der Schulpsychologe Werner Hopf wie folgt: “Dieses Spiel, Call of Duty, ist ein exaktes Training für das Militär. Deswegen findet weltweit eine Militarisierung der Gesellschaften statt. Wer das trainiert, in diesem Befehlston, ist gleichgeschaltet mit militärischem Drill und Töten.”

Auch Joachim Herrman, Innenminister von Bayern, nahm Stellung dazu: “Wir müssen solche Spiele eindeutig verbieten. Das kann kein Freizeitvergnügen sein, andere Menschen zu ermorden. Das hat es im Altertum gegeben, dass man da begeistert im römischen Zirkus zugeschaut hat, wenn sich die Gladiatoren gegenseitig erstochen haben. [...] Wir können nicht wieder in derart archaische Zeiten zurückfallen.”

Den kompletten Bericht von ZDF könnt ihr euch hier zu Gemüte führen. Sucht dazu einfach unter dem Menüpunkt Sendungen das Heute-Journal.

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